Viele Angehörige realisieren nicht sofort, dass sie Teil der Pflegefamilie werden. Oft beginnt diese Entwicklung schleichend; anfangs unterstützen sie beispielsweise ihre Mutter lediglich beim Einkaufen. Mit der Zeit kommen Arzttermine hinzu und die Aufgaben erweitern sich. Schließlich übernehmen sie regelmäßige Tätigkeiten wie das Richten von Medikamenten oder die Unterstützung bei der Körperpflege. In Wald (ZH) wird dies besonders deutlich, wenn die Wundversorgung ebenfalls in den Alltag integriert wird. Diese schrittweise Übernahme von Verantwortung erfordert sowohl emotionale als auch praktische Anpassungen, die oft unerwartet kommen.